mikromal – Sonderforschungsbereich 747 „Mikrokaltumformen“ der Universität Bremen

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Mikrokaltumformen?

Laserchemisches Ätzen

Mit Licht und Chemie zum fertigen Werkzeug

Eine Kombination aus leistungsstarkem Laserpointer und Inhaltsstoffen der Cola macht es möglich. Als Wissenschaftler des Sonderforschungsbereichs 747 der Universität Bremen nutzen wir Laserstrahlen und Säuren zur Mikrobearbeitung von Werkzeugen.

Was im Alltag sogar mit Laserpointer, Cola und viel Geduld funktioniert, läuft am Bremer Institut für angewandte Strahltechnik BIAS aber anders: Metallische Mikrowerkzeuge, die einen natürlichen Schutzschild gegenüber Säuren haben, können mit dem Laserchemischen-Ätzverfahren mittels Laserstrahlung und säurehaltigen Flüssigkeiten materialschonend bearbeitet werden. Hierbei erwärme ich punktuell mit dem Laserstrahl die Oberfläche von Werkzeugen und löse somit eine chemische Reaktion aus, die trotz des Schutzschildes zu einem Materialabtrag im erwärmten Bereich führt. Somit können Mikrowerkzeuge noch präziser bearbeitet werden.

Nicht nur klein, sondern winzig

Eine geeignete Kombination der Lasereinstellungen und verwendeter Säuren ermöglicht es, Mikrostrukturen deutlich kleiner als die Dicke eines Haares zu erzeugen. Somit können Kleinstteile bearbeitet werden – von Mikrozangen kleiner als 1 Millimeter bis hin zu Mikrostrukturen kleiner als 0,01 Millimeter. Die erzeugten Strukturen sind so vielseitig wie die Einsatzgebiete der fertigen Mikrowerkzeuge.

Je genauer das Werkzeug, desto präziser das Bauteil

Die sehr feine und genaue Bearbeitung der Mikrowerkzeuge mit dem Laser schafft die Grundlage für ihren Einsatz in der Mikrobauteilfertigung. Die Genauigkeit dieser Werkzeuge ist für die Herstellung von Mikrobauteilen eine entscheidende Grundvoraussetzung, die mit dem Laserchemischen-Ätzen gewährleistet wird.

Die Automatisierung des Laserchemischen-Ätzens mit spezieller Software und Steuereinheiten sorgt für einen nahezu eigenständigen Bearbeitungsprozess. Dadurch wird das Erreichen einer hohen Werkzeugqualität mit Oberflächen fast so glatt wie Glas ermöglicht.

Kontakt

mikromal
SFB747 – Universität Bremen
Klagenfurter Straße 5
28359 Bremen

Phone +49 421 218-58000
Fax + 49 421 218-58063

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Um Ihnen das Lesen zu erleichtern, nutzen wir für die Bezeichnung von Berufen, Personengruppen oder anderen Gemeinschaften die männliche Schreibform. Natürlich sind damit, soweit nicht ausdrücklich anders benannt, jeweils Frauen und Männer gleichermaßen gemeint!

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